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Landwirtschaft zum Anfassen – GA Artikel vom 26.7.17

Naturschutzzentrum Dünstekoven: Jürgen Wissmann (l) von der NABU Naturschule bespricht mit Heimerzheimer Sekundarschülern  die Entwicklung von getreidepflanzen auf einem Experimentieracker. Mit dabei Lehrerin Birgit Martau (2vl) und Nabus Experte Peter Meyer (r)

Wel­che Vor­tei­le hat künst­li­cher Dün­ger? Wie ent­wi­ckelt sich da­ge­gen ein Stück Acker, wenn man or­ga­ni­schen Dün­ger wie Huf­spä­ne ver­wen­det? Wie, wenn man über­haupt nicht düngt? In den Ge­nuss von Bio­lo­gie­un­ter­richt der ganz prak­ti­schen Art ka­men jüngst rund 25 Se­kun­dar­schü­ler der Georg-von-Boe­se­la­ger-Schu­le aus Hei­merz­heim: Da­zu hat­te die Na­bu-Na­tur­schu­le auf dem Ge­län­de des Na­tur­schutz­zen­trums in Düns­te­ko­ven wie­der ein­mal ih­re Pfor­ten ge­öff­net: In ei­nem be­son­de­ren Pro­jekt konn­ten sich die im Schnitt zwi­schen 15 und 16 Jah­re al­ten Ju­gend­li­chen qua­si als Land­wir­te aus­pro­bie­ren. Es war die letz­te Ver­an­stal­tung die­ser Art der Georg-von-Boe­se­la­ger-Schu­le in der Na­bu- Na­tur­schu­le.

Land­wirt­schaft zum An­fas­sen lau­te­te das The­ma der Un­ter­richt­ser­pro­bungs­rei­he, die sich über ein gan­zes Schul­jahr er­streck­te, er­klär­te Pe­ter Mey­er , Ex­per­te des Na­tur­schutz­zen­trums in Düns­te­ko­ven: Die Un­ter­richt­ser­pro­bungs­rei­he soll Mög­lich­kei­ten auf­zei­gen, wie man Kon­zep­tio­nen und In­hal­te von au­ßer­schu­li­schem Un­ter­richt mit Be­zug auf Lehr­plä­ne in den re­gu­lä­ren Un­ter­richt im­ple­men­tie­ren kann. Da­zu hat­ten die Schü­ler ei­nes Bio­lo­gie­kur­ses wäh­rend ih­rer re­gu­lä­ren Un­ter­richts­zeit die her­an­wach­sen­den Kul­tur­pflan­zen auf dem Ex­pe­ri­men­tier­feld über ein Schul­jahr lang be­glei­tet. Und zwar zu­sam­men mit Kurs­leh­re­rin Bir­git Mar­tau . Die in­no­va­ti­ve Form des au­ßer­schu­li­schen Un­ter­richts ist bis­her ein­ma­lig in Nord­rhein-West­fa­len und soll des­we­gen auch Mo­dell­cha­rak­ter ha­ben, führ­te Jür­gen Wiss­mann , Lei­ter der Na­bu-Bil­dungs­ein­rich­tung, aus.

Kon­kret ging es für die Schü­ler da­rum, die ge­bräuch­lich­sten Ge­trei­de­pflan­zen in Mit­tel­eu­ro­pa wie Rog­gen, Gers­te, Ha­fer und Wei­zen ken­nen­zu­ler­nen. Vor al­lem soll­ten sie auch die Ge­le­gen­heit be­kom­men, kon­ven­tio­nel­len und öko­lo­gi­schen Land­bau zu ver­glei­chen, be­ton­te Ex­per­te Wiss­mann. Da­zu stand ein Ex­pe­ri­men­tier­acker im Um­feld der Na­tur­schu­le zu Ver­fü­gung: Dort wur­den Ver­suchs­par­zel­len an­ge­legt. Auf de­nen wuchs ei­ne Halm­frucht, die auf zwei un­ter­schied­li­che Ar­ten ge­düngt wur­de: ein­mal bio­lo­gisch, ein­mal auf kon­ven­tio­nel­le Art und Wei­se. Zu­dem gab es Kon­troll­flä­chen, die un­ge­düngt blie­ben

Die Schü­ler soll­ten ne­ben ei­ner re­gel­mä­ßi­gen Pfle­ge ih­rer Par­zel­len auch die Un­ter­schie­de beim Auf­wuchs und der Ent­wi­cklung der Ein­zel­pflan­zen do­ku­men­tie­ren. Auch Na­tur­schutz­aspek­te wie et­wa das Ken­nen­ler­nen von sel­ten ge­wor­de­nen Acker­be­gleit­kräu­tern ha­be man in den Un­ter­richt mit ein­be­zo­gen. Am En­de des Schul­jah­res gab es dann noch ei­ne Ex­kurs­ion auf den öko­lo­gisch wirt­schaf­ten­den Zie­gen­hof in Rös­berg. Dort in­for­mier­ten sich die Schü­ler über die Pro­duk­ti­on von hoch­wer­ti­gem Frisch­kä­se. voa